364 und ein Feiertag
Egal, ob zur Blüte im Frühjahr oder zur Erntezeit im Herbst - eine Streuobstwiese ist an jedem Tag des Jahres ein ganz besonderer Ort. Am Tag der Streuobstwiese wollen wir das auch all jenen zeigen, die das noch nicht wissen. Darum feiern wir jedes Jahr am letzten Freitag im April diese besonderen Kleinode der Natur und laden alle zum Mitfeiern, Mitmachen und Schützen der Wiesen ein.
Tag der Streuobstwiese
Streuobstlandschaften prägen Europa, Kultur und Menschen. Doch die Landkarte der Streuobstwiesen bekommt Jahr für Jahr mehr Lücken. Damit schwinden ein ökologisch wertvoller Lebensraum, traditionelles Wissen und ein kostbares Kulturerbe. In ganz Europa engagieren sich Menschen für den Streuobstanbau. Zeit, dieses Streuobstheldentum zu würdigen.
In Deutschland, Österreich und Slowenien ist es bereits offiziell: Der Streuobstanbau steht in den nationalen Verzeichnissen des Immateriellen Kulturerbes der nationalen UNESCO-Kommissionen. Eine hohe Auszeichnung für die Streuobstheld(inn)en. Sie bewahren die jahrhundertealte Tradition. Auch in Österreich und Irland läuft die Antragstellung bereits. Gelingt die Anerkennung in mehreren Staaten, so rückt ein gemeinsamer Antrag in greifbare Nähe.
Egal, ob zur Blüte im Frühjahr oder zur Erntezeit im Herbst – eine Streuobstwiese ist ein ganz besonderer Ort. Am Tag der Streuobstwiese wollen wir das auch all jenen zeigen, die das noch nicht wissen. Darum feiern wir jedes Jahr am letzten Freitag im April und dem anschließenden Wochenende diese besonderen Kleinode der Natur. Ganz im Sinne der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen setzen wir uns mit intakten Streuobstwiesen gemeinsam gegen den Biodiversitätsverlust ein.
Das Konzept
Wir feiern in ganz Europa die blühenden Wiesen, die Köstlichkeiten, das Kulturerbe und die Vielfalt!
- Wir feiern gemeinsam: viele kleine Bausteine GEMEINSAM ergeben ein großes Bild und viel Aufmerksamkeit
- Wir laden alle ein zum Mitfeiern: Bewirtschaftende, Verarbeitende, Produktherstellende, Vereine Verbände, Initiativen oder Ortsgruppen organisieren Veranstaltungen vor Ort, z.B. Produktverkostungen, Wiesenführungen, Infoabende, Fotowettbewerbe, Online-Angebote und vieles mehr.
- Wir kommunizieren gemeinsam: Über die zentrale Website (www.orchardseverywhere.com), die Mitmach-Materialien, Pressearbeit, Social Media etc. unterstützen wir alle dabei,gemeinsam zu kommunizieren.
Noch nicht ganz überzeugt? Hier findet Ihr alle Argumente:
Benefits Orchard Day (PDF)
Tag der Streuobstwiese 2026: "Gutes aus Streuobst"
Am Wochenende rund um den 24. April 2026 feierten wir europaweit den Tag der Streuobstwiese. Unter dem Motto „Gutes aus Streuobst“ rückten 212 Gastgeberinnen und Gastgeber die vielen Facetten der Streuobstwiesen in den Mittelpunkt – von regionalen Produkten und alten Obstsorten bis hin zu Artenvielfalt und gelebter Kulturlandschaft.
Ein vielfältiges Programm für jedes Alter
Tausende Besucherinnen und Besucher folgten am vergangenen Wochenende der Einladung zu europaweit mehr als 212 Veranstaltungen. Die Kulturlandschaft zeigte sich dabei von ihrer besten Seite und bot ein Erlebnis für wirklich jeden Geschmack. Das spannende Angebot reichte von lehrreichen Wiesenführungen über gemütliche Picknicks und Konzerte bis hin zu entspannenden Yoga direkt auf der Wiese.
Die engagierten Gesichter hinter dem Erfolg
Möglich gemacht haben all das die zahlreichen Vereine, Initiativen, Keltereien, Künstlerateliers und Privatpersonen. Sie öffneten ihre Höfe und machten auf kreative Weise deutlich, warum sich ihr Einsatz für das Streuobst so sehr lohnt. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür lieferte auch Nordappel mit einem großen Streuobstwiesenfest, bei dem eine neue Schorle präsentiert wurde, deren Erlös Kindern zugutekommt. Außerdem gab es spannende Mitmachprogramme für Kinder unter den blühenden Apfelbäumen. Mit tollen Einblicken in die tägliche Arbeit gelang es den Gastgeberinnen und Gastgebern, die Besucher voll und ganz für unser gemeinsames Kulturerbe zu begeistern
Ein grenzenloses Netzwerk
Dass die Begeisterung keine Ländergrenzen kennt, bewiesen die mehr als 212 Veranstaltungen an diesem Wochenende. Die Aktionen zogen sich nicht nur vom äußersten Nordosten Deutschlands bis tief in den Süden. Menschen in Großbritannien, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Deutschland, Frankreich, Slowenien und Ungarn trafen sich, um Streuobstwiesen und die Menschen, die dahinterstehen, auf ihre ganz eigene Weise zu feiern.