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Wie eine Mosterei den Tag der Streuobstwiese feiert
Streuobstwiesen leben von Menschen, die anpacken, Ideen umsetzen und Andere mitnehmen. Der Tag der Streuobstwiese am 24. April 2026 macht genau diese sichtbar: Menschen, die mit Aktionen, Offenheit und Engagement zeigen, was Streuobst heute bedeutet.
Einer von ihnen ist Ole Klann von Nordappel. Im Interview spricht der Geschäftsführer einer Mosterei über die Aktionen zum Tag der Streuobstwiese, die Nordappel im Bremer Umland umsetzt, und darüber, warum Mitmachen und Erleben dabei im Mittelpunkt stehen.
Streuobst-News (SN): Ihr seid jetzt seit drei Jahren mit Nordappel Gastgeber beim Tag der Streuobstwiese. Worauf freust Du Dich persönlich am meisten, wenn der Tag der Streuobstwiese bei Euch beginnt?
Ole Klann (OK): Nach dem Winter läutet unser Fest zum Tag der Streuobstwiese den Frühling so richtig ein. Sobald dann die ersten Gäste bei uns auf dem Hof kommen, merkt man - wie die Mosterei, unser Veranstaltungsort, zum Leben erwacht.
SN: Was erleben Besucherinnen und Besucher bei Euren Veranstaltungen ganz konkret?
OK: Wir bemühen uns, alles rund um das Thema Streuobst und nachhaltig regionale Landwirtschaft für die ganze Familie zu veranschaulichen. Es gibt mehrere kleine Stände, unter anderem von den Streuobstpädagoginnen und -pädagogen, eine Obstbaumsprechstunde, einen Verkaufsstand unseres Imkers, Streuobstwiesenführungen, Cider-Tastings und Yoga auf der Streuobstwiese. Kulinarisch gibt es neben Kaffee und Kuchen unter anderem Geschnetzeltes vom Bio-Schaf von der Streuobstwiese und lecken Saft, Cider und Schorlen aus eigener Herstellung. Wir zeigen damit, wie multifunktional die Streuobstwiese als genutztes Ökosystem ist und machen so diese Form der Kulturlandschaft erlebbar.
SN: Welche Aktionen machen bei Euch selbst auch dann Spaß, wenn das Wetter nicht mitspielt?
OK: Das kann ich bis jetzt noch nicht beantworten, da wir bisher immer bei bestem Wetter gefeiert haben. Ein Teil der Veranstaltung findet aber auch in der Mosterei statt und ist somit etwas wetterunabhängiger. So schmecken unsere etwas herberen Cider bei dem international bekannten Norddeutschem Schietwetter besonders gut.
SN: An wen richten sich Eure Aktionen am Tag der Streuobstwiese?
OK: Wir laden sowohl die Bevölkerung in der direkten Umgebung ein wie auch die Dorfvorstehenden und Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunalpolitik. Es ist aus unserer Sicht wichtig, dass möglichst vielen Menschen bei uns sehen und verstehen, was wir als Streuobstunternehmen tun und erleben, was für ein wunderschöner und vielfältiger Ort die Streuobstwiese ist.
SN: Was rätst Du anderen Gastgeberinnen und Gastgebern, die Aktionen zum Tag der Streuobstwiese planen?
OK: Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Veranstaltung über verschiedene Netzwerke frühzeitig zu bewerben. Selbst wenn es dann nicht alle zu dem Fest schaffen, bietet die Einladung eine gute Möglichkeit, auch im Nachhinein noch weiter ins Gespräch zu kommen. Außerdem macht es aus unserer Sicht Sinn, weitere Akteure vor Ort anzusprechen und ggf. mit ihnen zusammen diesen Tag zu gestalten. Denn gemeinsam kommt man immer besser voran.
SN: Gibt es einen besonderen Moment von einem vergangenen Tag der Streuobstwiese bei Euch, an den Du Dich besonders erinnerst?
Ole: Es gab bis jetzt sehr viele schöne Momente auf dem Fest. Am meisten freue ich mich alte Bekannte und Freunde an diesem Tag wiederzusehen und gemeinsame Momente zu schaffen. Zudem bereitet es mir große Freude zu sehen, wie die Gäste eine gute Zeit haben.
SN: Danke Dir für Deine Zeit! Wir wünschen Euch viel Freude, gutes Wetter und viele neugierige Gäste am Tag der Streuobstwiese.