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Waldgärten und Agroforst: Neues EU-Projekt schult die Landwirtschaft
Die europäische Landwirtschaft befindet sich im Wandel. Immer mehr Menschen interessieren sich für resiliente, wirtschaftlich tragfähige und artenreiche Anbausysteme. Das Erasmus+-Projekt SAFFT4EU unterstützt genau diese Entwicklung. Die Abkürzung steht für „Species-rich agroforestry, food forest and forest garden training for farmers in the EU“ („Training für Landwirtinnen und Landwirte in der EU in den Bereichen artenreiche Agroforstwirtschaft, Nahrungswald und Waldgarten“). Das Projekt entwickelt ein Weiterbildungsprogramm und befähigt so erfahrene Praktikerinnen und Praktiker aus der Landwirtschaft und dem Gemüsebau dazu, artenreiche Waldgartensysteme erfolgreich aufzubauen und zu bewirtschaften.
Ein starkes internationales Netzwerk
Sechs internationale Partnerorganisationen teilen ihre besten Praxisbeispiele und geben ihr Wissen an die Teilnehmenden weiter. Aus Deutschland beteiligen sich der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V., der Nahrungswald e.V. und der vErde regenerativ e.V. Auch Organisationen aus Bulgarien, Österreich und Portugal gehören zum Netzwerk. Praktikerinnen und Praktiker, Lehrende, Beratungsdienste sowie politische Entscheidungsträger sind am Projekt beteiligt. Das Projekt zielt darauf ab, praxisnahe Online-Lernmodule in deutscher, englischer, bulgarischer und portugiesischer Sprache zu entwickeln. Ergänzend finden vor Ort-Workshops bei Modellbetrieben in den vier Ländern statt. Die Kursteilnehmenden lernen dort alles Wichtige über Pflanzen, Boden, Ökosystemmanagement und Vermarktung.
Auftaktveranstaltung im September
Das Projekt feiert seinen Auftakt am 15. September 2026 in Kleinsendelbach (Landkreis Forchheim, Bayern). Dort führen die Veranstalter Gäste durch den syntropischen Agroforst auf Hof vErde und präsentieren einen „Markt der Möglichkeiten“.