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Streuobstrezept des Monats: Holunderbeerensaft
Immer wieder sind Hecken und Sträucher Teil von Streuobstwiesen. Eine bekannte Heckenpflanze auf oder am Rand von Streuobstbeständen sind Holundersträucher. Daraus entsteht im Spätsommer tiefroter Saft mit guter Wirkung auf die Gesundheit.
Wenn sich die Holundersträucher im Spätsommer mit dunkelvioletten Beeren schmücken, ist die perfekte Zeit gekommen, ihren Geschmack für die kommenden Monate einzufangen. Selbst gemachter Holunderbeerensaft ist nicht nur herrlich fruchtig und aromatisch, sondern lässt sich auch ganz einfach zubereiten. Abgefüllt in Flaschen bringt er ein Stück Spätsommer in die kalte Jahreszeit und im Sommer ist er - gut gekühlt, gemischt mit Streuobstapfelsaft und Mineralwasser - eine herrlich fruchtigen Erfrischung.
Kleine Beeren, große Wirkung: Warum lohnt es sich?
Holunderbeeren sind klein, haben es aber in sich: Sie versorgen den Körper mit wertvollen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium sowie dem Spurenelement Eisen. Besonders bekannt ist Holunder für seinen hohen Vitamin-C-Gehalt. Deshalb gilt er seit Generationen als bewährtes Hausmittel in der Erkältungszeit. Seine schweißtreibende und schleimlösende Wirkung unterstützt den Körper bei Erkältungen und trägt dazu bei, dass wir schneller wieder auf die Beine kommen.
Ihre intensive violett-schwarze Farbe verdanken die Beeren den sogenannten Anthocyanen. Diese natürlichen Pflanzenstoffe wirken als Antioxidantien und helfen dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. So steckt in den kleinen dunklen Beeren eine ganze Menge Gutes.
Rezept: Holunderbeerensaft
Zutaten
- 1 kg reife Holunderbeeren
- 500 ml Wasser
- 300 bis 500 g Zucker, je nach gewünschter Süße
- 1 bis 2 EL Zitronensaft
- Wer mag: Zimt, Ingwer oder ein Stück Zitronenschale
Zubereitung
1. Holunder vorbereiten
Die Holunderdolden gründlich waschen und die Beeren von den Stielen streifen (hier kann eine Gabel als Hilfe genutzt werden). Dabei nur vollständig reife, dunkelviolette bis schwarze Beeren verwenden. Grüne oder unreife Beeren aussortieren.
2. Beeren kochen
Die Holunderbeeren mit dem Wasser in einen großen Topf geben, aufkochen und etwa 15 – 20 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren weich sind und ihren Saft abgegeben haben.
3. Saft abseihen
Die gekochten Beeren durch ein feines Sieb oder ein sauberer Mull- bzw. Küchentuch gießen. Die Früchte vorsichtig ausdrücken, damit möglichst viel Saft gewonnen wird.
4. Saft verfeinern
Den gewonnen Holunderbeerensaft zurück in den Topf geben. Zucker und Zitronensaft hinzufügen und unter Rühren erneut erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Wer mag, gibt jetzt Zimt, Ingwer oder Zitronenschale hinzu.
5. Heiß abfüllen
Den Saft noch einmal kurz aufkochen und dann heiß in saubere, sterilisierte Flaschen füllen. Sofort verschließen und kühl sowie dunkel lagern.
Tipp: In den kalten Monaten schmeckt der Holunderbeerensaft mit heißem Wasser verdünnt besonders wohltuend. Im Sommer einfach gut kühlen und mit Apfelsaft, Mineralwasser, Eiswürfeln und etwas Zitrone als Erfrischung servieren.
Wichtig: Holunderbeeren nicht roh verarbeiten oder verzehren. Durch ausreichendes Erhitzen werden die natürlicherweise enthaltenen unerwünschten Inhaltsstoffe abgebaut.