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Neues Projekt bekämpft den Birnenverfall
Ein neues Projekt aus Österreich sucht nach Lösungsansätzen im Kampf gegen den Birnenverfall. Seit Jahrzehnten sterben Mostbirnbäume auch in Deutschland ab. Ein Bakterium, das Phytoplasma, verursacht diese tückische Krankheit. Es blockiert die Wege für Wasser und Nährstoffe im Baum. Der Birnblattsauger (Schädling aus der Familie der Blattflöhe) überträgt den Erreger von Baum zu Baum. Infizierte Bäume werfen ab Juli verfrüht ihre Blätter ab. Zudem färbt sich das Laub auffällig rot. Auch junge Pflanzen erkranken oft nach zwanzig bis dreißig Jahren. Hitze und Trockenheit stressen die Bäume zusätzlich, begünstigen den Birnblattsauger und verschärfen die Lage massiv.
Gemeinsam für widerstandsfähige Bäume
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, landwirtschaftliche Betriebe und Baumschulen suchen in dem neuen EIP-Projekt in Österreich nun gemeinsam nach Lösungen. Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele. Erstens erproben die beteiligten elf Partner praxistaugliche Strategien beim Schneiden, Düngen und Bewässern. Zweitens identifizieren sie widerstandsfähige Unterlagen und Birnensorten. Drittens untersuchen die Projektträger, ob neben dem Bakterium auch Viren die Bäume schwächen.
Das Projektteam sammelt ihre Erkenntnisse nicht nur im Labor, sondern testet sie direkt auf den Betrieben in Feldversuchen. Gemeinsame Begehungen, Informationsmaterialien und Workshops bringen das Wissen anschließend rasch in die landwirtschaftliche Praxis.
Weitere Informationen gibt es auf der Projekthomepage. Ansprechpartner ist Manfred Kirtz (+43 664 43 57 940, manfred.kirtz@agrarplus.at)