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Methusalemprojekt – Abschluss und Aussicht
Anfang 2025 rief die BaumLand-Kampagne auf, uralte Apfelbäume zu melden (s. Artikel). Nach mehreren Einführungsworkshops und laufenden Korrekturen am Erfassungsbogen startete die Erfassung im Mai (s. Artikel). Inzwischen sind erste Ergebnisse verfügbar.
Wie viele Baume wurden erfasst?
35 Helferinnen und Helfer haben insgesamt mehr als 150 Bäume erfasst, deren Alter über 95 Jahre liegt. Die Erfassungen kamen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. In zwei Online-Abschlussveranstaltungen stellte Katharina Cziborra von der BaumLand-Kampagne die Ergebnisse der Baumerfassung vor. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist hier nachzuhören. Die Erfassungsdaten zeigten keinen Zusammenhang zwischen der Blattstruktur und der Wasserhaltefähigkeit des Bodens. Die Bäume auf trockneren Standorten hatten also nicht unbedingt eine verdickte Cuticula (Wachsschicht gegen Verdunstung an der Blattoberfläche) oder eine stärkere Behaarung. Trotzdem finden sich auch auf trockenen Standorten Bäume, die aufgrund ihrer Jahrestriebe als vital eingestuft werden.
Was geschieht mit den Daten?
Die Daten wertete Katharina Cziborra in ihrer Masterarbeit aus. Sie werden in einer Datenbank gespeichert, die in Zukunft mithilfe der Obstbaum-App des Pomologen-Verein e.V. erweitert werden soll. Dafür wird der App eine Funktion für die Erfassung hinzugefügt. Im Methusalem-Projekt zeigte sich, dass der sehr umfangreiche Erfassungsbogen eine große Hürde für die Erfassung darstellt. Daher wird es in der App zwei Erfassungsstufen geben. Eine niederschwellige, in der lediglich der Standort des Baums erfasst wird und eine erweiterte mit mehr Kriterien. Die Daten dienen der Forschung. Aus datenschutzrechtlichen Gründen können sie nicht veröffentlicht werden. Eine Idee ist daher, einen „Gatekeeper“ einzusetzen, den Interessierte anschreiben. Dieser entscheidet wer die Daten erhält und kann gegebenenfalls Kontakt zwischen Interessierten und Baumeigentümern herstellen.
Kontakt und weitere Informationen
BaumlandKampagne
Katharina Cziborra, Fachreferentin für Kompensationsmaßnahmen und Zukunftsunterlagen für Streuobstbäume
E-Mail: cziborra@baumland-kampagne.de
Telefon: 0162 3908235
r Regierungspräsidien.