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Leicht steigende Preise: Ergebnisse des Preisbarometers Streuobst 2025
Leicht steigende Auszahlungspreise, große Preisspannen, wenig Preistransparenz – aber auch positive Praxisbeispiele: In der dritten bundesweiten Preiserfassung von Mostobst aus Streuobstbeständen spiegeln sich die Herausforderungen der Streuobstbranche deutlich wider. Laut dem Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) rechneten die Verarbeitungsunternehmen 2025 mit rund 450.000 Tonnen Mostobst in Deutschland. Einen kleinen Teil davon ernteten die 229 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Preisbarometers von Hochstamm Deutschland e.V. Dies entspricht zwar weniger als einem Prozent der Gesamterntemenge in Deutschland, dennoch schafft das einzige bundesweite Preismonitoring im Streuobstbereich Transparenz und zeigt, in welchen Spannweiten – je nach Qualität, abnehmendem Betrieb und Vertrag – Mostobstpreise liegen.
Höchster Preis für Bio-Mostobst
Wie bereits in den letzten Erfassungen 2021 und 2022 ergibt die Auswertung 2025 weite Preisspannen. Der höchste Preis liegt dieses Jahr bei 37 Euro/Dezitonne (dt, entspricht 100 kg) für Bio-Mostobst. Ausgezahlt hat ihn eine Kelterei in Niedersachen. Der niedrigste bezahlte Erzeugerpreis für Bio-Mostobst liegt 24 Euro niedriger: bei 13 Euro, ausbezahlt in Baden-Württemberg. Dass auch konventionelles Streuobst vergleichsweise hohe Auszahlungspreise erzielen kann, zeigt eine Meldung aus Thüringen. Eine Kelterei zahlte dort 30 Euro/dt. Auch dieser liegt über 20 Euro über dem niedrigsten Erzeugerpreis von 8 Euro/dt, ausbezahlt in Bayern.
Steigende Preise im Vergleich der Jahre, gleichbleibende Preise über die Saison
Aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Daten, können im Preisbarometer für Mostobst keine statistisch validen Durchschnittspreise errechnet werden. Im Vergleich zur letzten Erfassung 2022 lässt sich aber feststellen, dass die Preise für Bio-Mostobst wieder deutlich über denen für konventionelles Mostobst liegen. Vor drei Jahren lagen sie noch deutlich näher beieinander. Die Preise insgesamt steigen tendenziell – mit Ausnahme des durchschnittlich ausgezahlten Preises von Aufpreisinitiativen für Bio-Mostobst 2025 im Vergleich zu 2022 und 2021 – deutlich an. Außerdem beobachteten einige Preismelder, dass die Preise in den Vorjahren im Lauf der jeweiligen Saison anstiegen, 2025 dagegen blieben sie über die Saison hinweg weitgehend unverändert weitgehend unverändert.