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Bundesweite BNE-Tagung zeigt: Streuobstwiesen sind Lernorte
Rund sechzig Streuobst-Pädagoginnen und Streuobst-Pädagogen aus ganz Deutschland kamen Anfang Juni 2026 im Tagungshaus Bernhäuser Forst in Filderstadt (Baden-Württemberg) zur bundesweiten BNE-Tagung „Wenn Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Früchte trägt – Transformatives Lernen auf der Streuobstwiese“.
Prominenter Besuch und ein gefiederter Botschafter
Die Internationale Streuobst-Pädagogik Akademie (ISA gGmbH) und der Streuobst-Pädagogen e.V. luden zur bundesweiten BNE-Tagung „Wenn Bildung für nachhaltige Entwicklung Früchte trägt – Transformatives Lernen auf der Streuobstwiese“ in den Bernhäuser Forst nach Filderstadt (Baden-Württemberg) ein.
Die große Bedeutung der Tagung spiegelte sich auch im politischen Besuch wider: Sarah Schweizer, Staatssekretärin des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat des Landes Baden-Württemberg, würdigte in ihrem Grußwort die Streuobstwiesen als unersetzliche Bildungsorte. Besonders angetan war sie von „Quitti Quak“: Das sympathische Maskottchen der Streuobst-Pädagogik zeigt als Botschafter, wie Streuobst-Pädagoginnen und -Pädagogen komplexe Nachhaltigkeitsthemen kindgerecht vermitteln und Kinder und Jugendliche für Artenvielfalt und regionale Kulturlandschaft begeistern.
Abbildung: Die Organisatorinnen und Referenten sowie Gäste freuen sich über die Tagung (von links): Kristina Trampe (STROP e.V.), Annegret Stötzer-Rapp (ISA), Staatssekretärin Sarah Schweizer (Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg), Beate Holderied (STROP und ISA), Prof. Dr. Steffen Schaal (PH Ludwigsburg), Andreas Hachenberg (Zentrum für Lehrerbildung).
Vom Wissen zum Handeln: Transformatives Lernen im Fokus
Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie Bildung Menschen nicht nur informiert, sondern zum Nachdenken, Perspektivwechsel und nachhaltigem Handeln anregt. Fachvorträge, Praxisbeispiele, Workshops und Exkursionen verdeutlichten, dass Streuobstwiesen hierfür ideale Voraussetzungen bieten: Sie verbinden ökologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Fragestellungen auf anschauliche Weise und machen Nachhaltigkeit unmittelbar erfahrbar. Beate Holderied, die Begründerin der Streuobst-Pädagogik fasst es so zusammen: „Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Wissen allein. Menschen verändern ihr Handeln dann, wenn sie berührt werden, Zusammenhänge erkennen und eigene Erfahrungen machen. Genau dafür bietet die Streuobstwiese ideale Voraussetzungen“.
Hochkarätige Fachvorträge aus der Wissenschaft und inspirierende Praxisbeispiele beleuchteten aktuelle BNE-Ansätze. Großen Zuspruch fanden zudem die praxisorientierten Workshops zu den Themen Vögel, Insekten, Kräuter und Bestäubung sowie Exkursionen zu regionalen Streuobstprojekten, die den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die eigene Arbeit vor Ort lieferten.
Großes Potenzial in der Streuobst-Pädagogik
Die Veranstalter ziehen eine rundum positive Bilanz. Die hohe Resonanz und die intensive Vernetzung der Akteure untereinander verdeutlichen, dass das Interesse an innovativen Konzepten wie dem transformativen Lernen stetig wächst. Die Tagung hat einmal mehr bewiesen, welch riesiges Potenzial in der Streuobst-Pädagogik steckt. Die hier gewonnenen Impulse und Ideen fließen nun direkt in die zukünftigen Fortbildungen und Projekte der Akademie und des Vereins ein.